Vielen Dank!

Vielen Dank nochmal an Euch alle für das schöne Seminar, das wir miteinander gemacht haben. Ihr wart eine richtig tolle Gruppe. Total motiviert, sodass es eine Freude war. Diese schöne Stimmung trägt mich irgendwie immer noch.

Ich habe noch länger über Martinas Frage nachgedacht, ob es irgendwie geht, dass diese gesunde Grundhaltung / Grundstimmung einfach immer bleibt. Ich glaube, es braucht viel Erfahrung mit Herzensentscheidungen und auch die Erfahrung, dass sie einen auch in schwierigen und folgenschweren Situationen nicht trügen. Dann fängt man an, sich der Instanz, die im Herzen entscheidet, anzuvertrauen und lässt sich tragen. Außerdem führen große Entscheidungen, die man nicht zu bedauern braucht, dazu, dass ich mich im Leben gut aufgehoben fühle, dass um mich herum alles in Ordnung ist, selbst, wenn es Schwierigkeiten gibt.

Aber bis dahin muss man im Alltag all die kleineren Entscheidungen meistern. Da kann man es gut üben, auf sein Herz zu hören. Der Druck ist da nicht so groß.

Viel Freude beim Üben und viel Sonne im Herzen wünscht Euch Nico

Ich tue nicht, was ich will

„Ich tue nicht was ich will, sondern was ich hasse.“ (Römerbrief 7,15)

Darin liegt eigentlich das ganze Problem und die Tragik des Menschen begründet. Und indem wir tun, was wir hassen, hassen wir dann auch uns selbst, weil wir uns mit etwas hässlichem verbunden haben und dadurch hässlich werden.

Die Gleichsetzung von Nicht-Wollen und Hassen bzw. umgekehrt von Wollen und Lieben ist dabei sehr aufschlussreich. Im weiteren Verlauf des Römerbriefes wird dann noch dargestellt, dass mich „Gegenmächte“ dazu treiben, etwas zu tun, was ich eigentlich nicht will. Und dass das Handeln aus Liebe heraus etwas göttliches ist.

Es geht zunächst einmal darum, herauszufinden, welche meiner Taten ich hasse und welche ich liebe. Das wäre eine Grundlage, um damit beginnen zu können, Dinge zu tun, die ich liebe. Dadurch verbinde ich mich mit der Liebe und liebe auch mich selbst, weil ich dadurch schöner werde. Außerdem tue ich dann Dinge, die ich wirklich will und ich bin im Reinen mit mir.

Und was gibt es besseres? Also, auf geht’s…

Das Herz – das vergessene Organ

Die heutige westliche Menschheit hat das abstrakte Denken und die Willenskraft bis zu einem sehr hohen Grad entwickelt. Das abstrakte Denken stützt sich auf den Kopf bzw. das Hirn. Die Willenskräfte stützen sich auf das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem. Die Mitte dagegen ist heute ziemlich verkümmert. Dort liegt ein vergessenes Organ – das Herz. Es wird zwar relativ häufig von ihm gesprochen, z.B. von der Herzintelligenz. Es wird aber in einer sehr intellekuellen, dem abstrakten Denken gemäßen Weise von ihm gesprochen. Das Herz spricht aber eine völlig andere Sprache, die sich nicht in abstrakten Begriffen ergeht. Ich lege in Einzelstunden und auch in der Seminararbeit sehr großen Wert auf das Erlernen der Herzenssprache, da das Herz eben anzeigt, „was uns am Herzen liegt“, also die wirkliche wichtigen Dinge im Leben, die der Verstand gar nicht in der Lage ist zu erfassen.

Gedanken zum Egoismus

Oft sind die eigenen Bedürfnisse verschüttet von Müssen, Sachzwängen, finanziellen Gegebenheiten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn sich Menschen auf den Weg machen, ihre Bedürfnisse herauszufinden, erst einmal sehr vielfältige Wünsche ins Bewusstsein treten, die z.T. egoistischer Natur sein können. Es ist manchmal nicht einfach zu unterscheiden, was ein kurzfristiges Bedürfnis ist und was meinem wahren Willen entspringt. Da, wie ich finde, unser Wohlbefinden von guten und ausgeglichenen Beziehungen zu anderen Menschen abhängt, kann die Entfaltung der egoistischen Tendenzen zu viel Konfliktpotenzial führen. Das steht dann wieder im Widerspruch zu unseren ureigensten Bedürfnissen wie z.B. Liebe und Freundschaft, usw.  Es spielt also eine große Rolle, ob ich das eine vom anderen für mich unterscheiden kann. Das ist, meiner Meinung nach gar nicht so schwer zu erlernen. Hierbei ist oft die Wahrnehmung bestimmter Körpergefühle und die Anwendung von Imaginationen hilfreich.